#FEMALEPLEASURE



Mit dem Schweizer Dokumentarfilm #FEMALEPLEASURE kam ein wichtiger Film in die Kinos.

Deshalb dürft ihr ihn auf keinen Fall verpassen:

Weil der Film trotz der toughen Themen kein Downer ist und man nicht aus dem Kino raus kommt und man depressiv ist. Und das hat vor allem mit den Frauen zu tun, die gezeigt werden: Sie sind keine Opfer, sondern selbstbestimmte Frauen. Und weil ihr Kämpferinnen-Spirit von der Leinwand direkt auf den Kinosessel springt, ist das, was beim Verlassen des Kinosaals nachhallt, vor allem eines: Empowerment.

Weil der Film deutlich macht, dass die Unterdrückung der Frau und ihrer Lust in allen Religionen ein riesiges Problem ist.

Die Schweizer Regisseurin Barbara Miller porträtiert im Film fünf Frauen aus verschiedenen Weltreligionen und zeigt, was sie persönlich mit Sexualität und deren Unterdrückung verbinden. Ihre wahnsinnig berührenden Geschichten erscheinen erst komplett unterschiedlich – schon nach wenigen Minuten wird aber klar: Die patriarchalen Strukturen, auf denen Religionen gründen, sind in allen Konfessionen verankert.

Und Weil die Courage der fünf porträtierten Frauen einen vom Kopf bis in die Zehenspitzen berührt! Aktivistin Leyla Hussein wurde als kleines Mädchen Opfer von Genital-Verstümmelung. Mittlerweile klärt sie in London darüber auf, welche gravierenden Auswirkungen die weibliche Beschneidung mit sich bringt. Seit Beginn ihrer Arbeit, ist sie mehrmals verprügelt und bespuckt worden – trotzdem lässt sie sich nicht unterkriegen. Auch die ehemalige Nonne Doris Wagner, die im Kloster mehrmals vergewaltigt und dann selber dafür verantwortlich gemacht wurde, die jüdische Autorin und Aktivistin Deborah Feldman, die indische Aktivistin Vithinka Yadar und die japanische Künstlerin Rokudenashiko wollen sich trotz Verleumdung, Ausgrenzung oder gar Verhaftung nicht unterkriegen lassen. Das zu spüren, sorgt im Fünf-Minuten-Takt für Gänsehaut.

FRAUENRECHTE SIND MENSCHENRECHTE

Jeden Tag, in jedem Land, auch unabhängig von Religion oder Kultur erleiden Frauen und Mädchen Menschenrechtsverletzungen aufgrund ihres Geschlechts. Eine Welt, in der die Menschenrechte für alle gelten: was für ein schönes Versprechen.

Doch um dieses durchsetzen zu können muss man auch selbst losgehen, zusammenspannen, je nachdem mal den Mut haben den Mund aufzumachen. In einer grosskotzigen Runde auf den Tisch hauen und vorallem braucht's Selbstvertrauen. Du kannst das - GO FO IT, GIRL.

#FEMALEPLEASURE ist ein Film, der schildert, wie universell und alle kulturellen und religiösen Grenzen überschreitend die Mechanismen sind, die die Situation der Frau – egal in welcher Gesellschaftsform – bis heute bestimmen. Gleichzeitig zeigen uns die fünf Protagonistinnen, wie man mit Mut, Kraft und Lebensfreude jede Struktur verändern kann. TRADITION, RELIGION UND FRAUENRECHTE. Im Namen der Tradition und der Kultur werden Frauen häufiger diskriminiert als Männer, und auch verschiedenste Formen der geschlechtspezifischen Gewalt werden mit kulturellen Werten und Sitten rechtfertigt. Das müssen wir nicht schönreden.

Falls du dich dieses Wochenende aktiv dafür einsetzen möchtest:

Sechs Millionen Menschen werden dieses Jahr wieder weltweit auf die Strasse gehen, um für Menschenrechte und Würde für alle einzutreten. Women's March Schweiz ist Teil der globalen Women's March -Bewegung, die 100 unabhängige Schwesternvereine auf der ganzen Welt umfasst. Ziel der Bewegung ist, sich als Frauen* jeglicher Herkunft und Orientierung zu vereinen und zu unterstützen und sich für Menschlichkeit einzusetzen.

ZÜRICH, 19. JANUAR 2019

WOMEN'S MARCH: GEGEN GEWALT AN FRAUEN

«The Women's Wave is coming» zum diesjährigen Thema: «Ende der Gewalt an Frauen» .


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